Mekhetener
Die Gesellschaft in Mekhet ist starkem Klassendenken unterworfen, selbst die Gesetze sind danach ausgerichtet, wobei man zunächst grob zwischen zwei
Schichten unterteilen kann. Zum einen gibt es die Bürger Mekhets, dazu gehören alle, die dort geboren sind und eine Urkunde des Kaiserlichen Amtes aufweisen können sowie
alle Zugezogenen, die lange genug in Mekhet gelebt haben, um die Berechtigung für den Bürgerstatus zu erhalten. Der Rest besteht aus Sklaven, Unfreie, armen Leuten, die sich
die Urkunde nicht leisten können und Fremden. Nur Bürger genießen gewisse Privilegien wie dem Beitreten eines Ordens, das Besuchen von Arena oder Badehaus, das Halten
von Sklaven etc.
Eine besondere Schicht bilden die Priester und Templer, die in der Bevölkerung hoch angesehen sind. Viele Adelige schicken ihre Kinder in diese Orden, wenn sie andersweitig keine Positionen
für sie finden können. Aber auch viele aus der Mittelschicht werden Priester oder Templer, darunter meist Personen, die keine Erstgeborenen sind und somit auf ein nur geringes Erbe
hoffen können. Der erstgeborene Sohn erbt im Regelfall den Besitz und oft auch die Titel des Vaters.
Der Familie kommt ein besonderer Stellenwert zu, obgleich auch oft Zweckehen geschlossen werden. Frauen können ab ihrem ersten Mondblut verheiratet werden. Hochzeiten werden für gewöhnlich von Marduk Priestern abgehalten, wo während eines
Festes dann auch ein Tier geopfert wird. Der Mann ist das Familienoberhaupt, er kümmert sich um den Unterhalt der Familie und geht arbeiten. Alleinstehende Frauen gibt es nur im Falle von Priesterinnen und
Valkyren sowie bei Huren, Diebinnen und Söldnerinnen in der Unterschicht. Polygamie kann auch vorkommen, wenn dann aber höchstens in der Oberschicht. Ebenso gibt es Homosexualität, die meist nicht offen
ausgelebt, dennoch aber akzeptiert wird.
Necratim
Anders als in Mekhet baut die Gesellschaft der Necratim auf eine vollkommne Gleichberechtigung auf. Es gibt keine so harte Ständegesellschaft und auch keine Unterschiede, was die Aufgaben und Rechte der beiden
Geschlechter betrifft. Zum einen liegt das daran, dass die Necratim nur einige hundert zählen und zum anderen, dass alle gemeinsam einer einzigen Aufgabe nachstreben, der Hütung des Gleichgewichtes. Jeder Necratim, mit Ausnahme der Kinder,
gehört einem der beiden Orden an. Natürlich übernehmen einige auch Sonderaufgaben und arbeiten in Friedenszeiten zusätzlich z.B. als Handwerker, Heiler, Lehrer, Amme etc.
Dadurch, dass die Grundversorgung gestellt ist und ein Großteil der Güter allen Necratim gemeinsam gehört, gibt es kaum Konkurrenzdenken und wenig eigenen Besitz oder Reichtum. Die Todesfürsten verteilen dabei Aufgaben und regeln das Leben in der
Nekropole. Verbrechen und Vergehen werden meist mit besonders unliebsamen Diensten bestraft, aber in sehr harten Fällen auch mit Verbannung oder noch Schlimmerem.
Die Familienbanden sind bei den Necratim nicht ganz so wichtig wie z.B. bei den Mekhetenern, trotzdem gibt es auch Ehen, die von besonders befähigten Nekromanten im Angesicht der Todesgötter geschlossen. Als Vorbild wird dabei die Legende um die Vermählung
vom Totengott Susano und Tali, der Göttin der Wahrheit, angesehen. Es gibt keine Polygamie. Die Necratim heiraten meist erst spät so wie man auch später als bei den Mekhetenern als Erwachsener gilt.
Die Kinder werden alle schon früh unterrichtet, entweder von Lehrmeistern oder zuhause von den eigenen Eltern. Nach einer allgemeinen Ausbildung, entscheiden sie sich je nach
Talent für den Weg eines Todesritters oder Nekromanten und werden dann weiter darin unterrichtet. Später legen sie den Schwur der Necratim ab, dass sie ab sofort für das Gleichgewicht einstehen werden.
Nomaden
Die Gesellschaft der Nomaden unterscheidet sich von Stamm zu Stamm. Da die einzelnen Stämme aber meist nicht sehr groß sind, kommt es bei allen auf ein stabiles
Zusammenleben an. Dabei ist der Mann meistens der Tonangebende, eine Ausnahme bildet nur der Stamm der Sek, wo die Frauen das Sagen haben. Hier ist das Bild genau umgekehrt und die Frauen sind die
Krieger, Jäger und Anführer, während die Männer sich um die Familien kümmern. Je nach Stamm können entweder beide oder nur eines der Geschlechter eine Begabung für das Schamanentum haben. Allen Stämmen ist aber
gemein, dass Schamanen ein hohes Ansehen genießen und in vielen Lebensfragen um Rat gebeten werden. Neben dem Stammesführer sind sie diejenigen, die wichtige Entscheidungen treffen, so z.B. was den Zeitpunkt einer Hochzeit betrifft, das Weiterziehen der gesamten Gruppe etc.
Die Frauen werden für gewöhnlich schon früh verheiratet. Polygamie ist ebenfalls üblich außer bei den Sek. Vollständiges Mitlied der Gemeinschaft wird man im Stamm meist erst nach einem Ritual, was das Erwachsenwerden betrifft. Bei den Mädchen ist dies oft ihr erstes Mondblut oder Blut der Göttin wie es bei den Sek genannt wird. Die Jungen müssen generell Prüfungen bestehen,
die ihr Können und ihre Kraft beweisen. So ziehen die jungen Krieger bei den Phe alleine in die Wüste aus, um dort einige Tage ohne Hilfe zu überstehen. Bei den Avi entsenden die Jungen ihren trainierten Falken und kehrt er mit Beute zurück, die er dem jungen Krieger übergibt, so gilt
er als Mann.
Wichtig für den Stamm ist auch sein Totemtier, das meist für einen der Alten Götter steht. Dabei kommt es auf den Lebensbereich und die Art des Stammes an, was für ein Totemtier gewählt wird. Bei den Bar z.B. ist es das Krokodil, was ihr Leben am Wasser symbolisiert. Erfahrene Stammesmitglieder sind oft auf besondere Weise
mit ihrem Totemtier verbunden, was ihnen mehr Kraft verleiht.
Gefallene
Wie die Gefallenen überhaupt all die Jahrhunderte überdauern konnten ohne sich gegenseitig zu zerfleischen, liegt allein an ihrer gemeinsamen Ergebenheit gegenüber den Sechs Gefallenen Engeln, die diese chaotische und blutrünstige Gemeinschaft zusammenhalten. Von einer
Gemeinschaft kann aber auch nicht wirklich die Rede sein, da die meisten, wenn sie nicht etwas zum Wohle der Sechs unternehmen, nur an sich denken. Jeder ist sich selbst der nächste und das Recht des
Stärkeren regiert. Dieses brutale Leben wird von den starken Strukturen der Orden zusammengehalten deren Hierarchien dafür sorgen, dass es nicht andauernd zu Übergriffen kommt. Zwar gibt es häufig Auseinandersetzungen innerhalb der Orden, was eine natürliche Auslese der Besten
vorantreibt, doch selten kommt es vor, dass zwei aus verschiedenen Orden sich bekämpfen, da darauf hohe Strafen bis zur Folter und Tod stehen. Anders sieht es bei Dämonenkämpfern aus, die ohne weiteres von den anderen getötet werden können, wenn sie sich eines Vergehens schuldig gemacht
haben.
Sklaven in Salonis haben es nicht leicht, sie werden für alle anfallenden Arbeiten herangezogen und sind auch hilflos den Launen der Gefallenen ausgesetzt. Ebenso sind Kinder in dieser harten Welt gefährdet. Wenn sie nicht schon früh lernen sich selbst zu verteidigen, überleben sie meist
nicht lange. Man kann durchaus von einer Gesellschaft sprechen, wo Mann und Frau gleichberechtigt sind, geachtet wird nur die Stärke der Person, egal welchen Geschlechts. Begriffe wie Familienbande oder Freundschaft kennen Gefallene nicht und selbst wenn, dann
verabscheuen sie diese, da es ein Zeichen von Schwäche ist.
Auserkorene
Die Gesellschaft der Auserkorenen könnte man am ehesten mit jener, der Necratim vergleichen. Auch hier ist das Zusammenleben sehr harmonisch. Trotzdem gibt es einige Unterschiede, so ist mehr Wirtschaft und Handel untereinander vorhanden, obgleich das wichtigste wie Nahrung von allen gemeinsam erwirtschaftet
und geteilt wird. Die Gleichberechtigung ist noch nicht so weit fortgeschritten, weniger was Mann und Frau betrifft, sondern vielmehr die Stellungen von Engeln und Menschen. Engel sind im Prinzip immer noch höher gewichtet, obwohl sie dies nicht ausnutzen.
Beziehungen zwischen Engeln und Menschen sind nicht nur verboten, sondern auch gefährlich für die Engel, da sie die menschliche Liebe nicht aushalten können und dann wieder ins Licht eingehen. Aus diesen Gründen ist immer noch eine spürbare Trennung zwischen der Gesellschaft der Engel und der Menschen
vorhanden, obwohl die Auserkorenen daran arbeiten diese abzubauen.
Die Familie ist sehr wichtig für die Auserkorenen, man heiratet jedoch spät, die Trauung wird dabei von einem Priester oder Engel vorgenommen. Engel selber gehen keine solche Verbindungen ein, sie betrachten sich und die anderen Engel als eine große Familie, da sie alle aus dem gleichen Licht entstanden sind.
Der Eintritt ins Erwachsenenleben wird bei einem Auserkorenen mit einer reinigenden Taufe vollzogen, wo der Betreffende mit Wasser beträufelt oder gar ganz untergetaucht wird. Damit ist er ein vollwertiger Auserkorener, der sich der Sache der Himmlischen verschrieben hat.
Engel benötigen diese Taufe nicht, da sie von Anfang an als Erwachsene aus dem Licht treten und sie keine Entscheidung treffen, ob sie in Idalon bleiben oder nicht.