Kultur
In den Verwüsteten Landen, aber auch in Idalon und Salonis, gibt es viele Bräuche und Arten sich zu vergnügen und gesellschaftliche Kontakte zu pflegen.
Natürlich stehen den reichen und adeligen Menschen andere und kostspieligere Möglichkeiten offen als den nicht so gut gestellten. Ein Besuch in der Arena in Mekhet stellt
einen der Höhepunkte für viele da. Man kann dort Gladiatoren- und Tierkämpfe sowie Wagenrennen beobachten. Gladiatoren stehen hoch im Kurs und besitzen oft die Gunst reicher Mekhetener. Ein
zweiter wichtiger Treffpunkt ist das Amphitheater. Die Verwüsteten Landen haben durchaus talentierte Schreiber, Dichter und Schauspieler hervorgebracht, die dort Komödien und Tragödien aufführen, aber auch
Redner tragen ihre wichtigen Reden vor, mitunter werden diese auch im Senat, in Gasthäusern oder auf großen Plätzen abgehalten. Das bekannteste epische Stück heiß "Corson", benannt nach einem
der vorherigen Gott-Kaiser.
Sänger und Musikanten reisen durch die ganzen Lande und bieten ihre Dienste auch den einfachen Menschen an, wobei die Sänger gleichzeitig auch eine nicht zu unterschätzende Neuigkeitenquelle darstellen. Die Musikanten sind dabei
meist Frauen, die auch auf Festen, Banketten oder bei religiösen Anlässen spielen. Gebräuchliche Musikinstrumente sind Tamburine, Kastagnetten, Trommeln, Flöten und Oboen, Lauten und Harfen, das Sistrum und die Trompete. Die Trompete wird aber eigentlich nur
bei zeremoniellen oder militärischen Anlässen benutzt. Das Sistrum ist eine Art Rassel bzw. Klapper deren Schellen beim Drehen Geräusche erzeugen und oft beim Tanz verwendet wird. Die Begeisterung für Tanz und Musik findet sich in allen
Schichten und Gegenden in den Landen. Zumeist sind es Tänze zu Ehren der Götter so wie bei den Necratim die Totentänze bekannt und beliebt sind, während die Nomaden eher zu Ehren Narechs, dem Gott der Jagd, tanzen.
Ebenfalls ist das Badehaus ein beliebter Treffpunkt. Es gibt sowohl welche in Gizaneh als auch in Mekhet. Frauen und Männer sind getrennt, die hygienischen Standards sind sehr hoch. Die Benutzung von Wasserpfeifen, sei es im Badehaus oder anderswo, gehört zum üblichen Bild und
es gibt kaum einen Haushalt ohne sie. Ist man irgendwo zu Gast, wird für gewöhnlich Bier oder Tee angeboten, bei den Reicheren auch Wein. Das Bier hat einen so geringen Alkoholwert, dass es das Wasser fast ersetzt und auch Kinder es trinken.
Brettspiele sind auch bekannt und erfreuen sich gerade in der Nekropole großer Beliebtheit, wo man häufig Schach, Go oder Dame spielt, eben all jene Spiele, wo Taktik und Logik gefragt ist, während man in Mekhet eher Glücks- und Geschicklichkeitsspiele schätzt. Bekannt ist hier das Werfen auf
Zielscheiben und das Spielen mit Knochen- oder Holzstäbchen, die verschiedene Wertigkeiten besitzen.
Zuletzt sollen noch kurz die Unterschiede in Idalon und Salonis angesprochen werden. In Idalon vergnügt man sich ähnlich wie in den Landen, wobei aber Kämpfe auf Leben und Tod wegfallen. Der Chorgesang ist sehr beliebt, verständlicherweise sind die Lieder hier zu Ehren der Himmlischen oder des Lichts. In
Salonis dagegen geht alles eine Spur rauer und verderbter zu. Ausgelassene Feste und Orgien zählen zur Tagesordnung. Das Musizieren, Singen und Tanzen überlässt man lieber den Sklaven, während sich die Gefallenen selbst den fleischlichen Gelüsten hingeben. Häufig sind auch blutige Kämpfe oder Magierduelle, was
wieder einmal den Grundgedanken wiederspiegelt, dass nur die Stärksten überhaupt wert sind in Salonis zu leben.