Verwüstete Lande
Die Verwüsteten Landen sind das Reich von Amaymon, dem Gott-Kaiser, der seinen Sitz in Mekhet hat, der größten Stadt in den Landen. Sie liegt direkt am Nuralon, jenem gewaltigen Fluss, der im nördlichen Canyon entspringend das Land einmal längs durchteilt,
ehe er im Süden ins Weiße Meer namens Manderu fließt. Der Nuralon ist der Lebensstrom, des ansonsten von Hitze geplagten Landes. Denn nur dort, wo der Fluss sich seinen Weg durch die staubige Erde bahnt, gibt es fruchtbare Felder und die meisten Menschen leben in seiner unmittelbaren Nähe,
um sich von Fischfang oder Ackerbau zu ernähren, wobei die meisten kein eigenes Land ihr eigen nennen, sondern es nur als Pächter oder gar Leibeigene für Reichere bewirtschaften.
Abseits des Flusses gehört das Land den Nomadenstämmen, die im Westen die Savanne und im Osten die Steppe durchstreifen. Während die Kariotsavanne noch ab und an durch aus dem Westen kommende Regenfälle genug Nahrung für größere Tiere wie Giraffen, Antilopen und Elefanten beherbergt, ist die Aranasteppe auf der östlichen Seite des Nuralon karger und nur bewohnt
von kleineren und zäheren Tieren. Alte Stufenpyramiden und vergessene Tempel zeugen davon, dass auch hier einst eine blühende Vegetation vorhanden war, ehe die Okiwanawüste im Osten begonnen hatte ihre sandigen Finger nach Westen auszustrecken. Jetzt sind die verstreuten Oasen die einzigen Punkte, wo die Menschen sich angesiedelt haben.
Begrenzt werden die Verwüsteten Landen durch die Okiwana Wüste im Osten, durch den Abu Daran Canyon im Norden, dem Endland Gebirge im Westen und dem Manderu Meer im Süden. Die Wüste wird dabei bewohnt von den Nomaden mit ihren Kamelen, die von Oase zu Oase reisen, wobei sie oft am Fuße des Berges Meru anzutreffen sind. Dort ist das umliegende Land durch den kleinen Bergfluss fruchtbar genug. Zudem ist es der Zugang zu dem geheimen himmlischen Reich
Idalon. Im äußersten Westen dagegen befindet sich das Endland Gebirge, das seinen Namen zu recht trägt, da noch kaum jemand geschafft hat es zu überqueren. Was dahinter liegen mag, ist von Legende zu Legende verschieden. Weit interessanter ist, was unter dem Gebirge liegt. Zum einen werden hier im Auftrag des Gott-Kaisers unter anderem Erz, Silber und Gold abgebaut und zum anderen hausen in den verzweigten Höhlen der Nekropole die Necratim, um jenes Tor zum
Totenreich zu bewachen.
Im Norden wird der Nuralon schließlich schmaler und verschwindet zwischen den hohen Klüften des Canyons, wo kleinere Nebenflüsse ihn speisen. Hier haben sich die Kaiser und Adeligen Abu Daran, das Tal der Toten, errichtet, wo sich Grüfte längst vergangener Familien sowie noch leere Grabstätten befinden. Die meisten werden noch heute von tödlichen Fallensystemen und Zaubern bewacht, die die kostbaren Grabbeigaben vor Räubern schützen sollen.
Eine der Grüfte verbirgt das Portal nach Salonis, das Reich des Chaos und der Gefallenen Engel.
Im Süden fächert sich der Nuralon zu mehreren Strömen aus, die alle ins Meer fließen. Dazwischen befindet sich das Delta, ein beinahe schon sumpfartiger Landstrich mit einem Mangrovenwald. Etwas abseits davon, mehr in Küstennähe erheben sich Dutzende von Landsitzen und Felder der Reichen, die aus Mekhet oder Gizaneh stammen. Gizaneh ist dabei die zweitgrößte Stadt in den Verwüsteten Landen und profitiert vor allem vom Fischfang im Meer.
Karte der Verwüsteten Landen im Forum
Die Menschen
In den Verwüsteten Landen kann man auf nahezu jeden Menschenschlag treffen. Minenarbeiter, Sklaven, Boten, Bauern, Handwerker, Tagelöhner, Krieger, Magier, Adelige, Unfreie und so fort. Die meisten Bewohner, gerade die Arbeiter,
besitzen dabei von der Sonne gebräunte Haut und nicht selten trifft man auch auf natürlich dunkelhäutige Menschen. Viele haben braune oder schwarze Haare sowie Augen. Doch man kann auch auf exotischeres Aussehen treffen. Menschen mit Mandelaugen und einem leichten
Gold- oder Kupfereinschlag in heller Haut kommen aus dem Fernen Osten oder besitzen Vorfahren dort. Dann gibt es noch hellhäutige Menschen mit blonden oder roten Haaren, die unzweifelsfrei aus den Nördlichen Landen stammen, die weit hinter dem Canyon liegen. Ganz selten werden solche mit jenem nordischen Aussehen und blauen Augen auch im Stamm der Phe geboren, was vermuten lässt, dass es vor Urzeiten dort einst eine
Vermischung gegeben haben muss.
Eine Seltenheit sind bernsteingelbe oder amethystfarbige Augen, die ab und an gerade bei Menschen vorkommen, die in Salonis geboren sind. Auch weiße Haare kann es ganz selten mal geben. Gerade bei Engeln in Idalon ist ein nordisches Aussehen mit heller Haut vorherrschend.
Spielerhinweis:
Je nachdem welches Aussehen dein Charakter hat, kann er aus anderen Landstrichen oder gar fernen Ländern stammen oder dort Vorfahren besitzen. Wenn dein Charakter ein ungewöhnliches Aussehen haben soll, erkundige dich am besten vorher, ob dies in die Verwüsteten Landen hinein passt.