2467, Geister-Mond: 
Der Magierorden in Idalon hat aus noch unbekannten Gründen gebrannt, das Feuer konnte mittlerweile aber gelöscht werden.

Regierung

Kaiserliches Amt

In Samael gibt es verschiedene Regierungsformen, je nachdem, in welcher der drei Ebenen man sich aufhält. In den Verwüsteten Landen gilt natürlich das Wort und Gesetz des Gott-Kaisers Amaymon. Die Landen sind ein großes Herrschaftsgebiet und da der Gott-Kaiser sich nicht um alle nichtigen Belange kümmern kann, steht hinter dem obersten Herrscher ein großer Regierungsapparat, der die Verwaltung des Landes und die Rechte in der Stadt Mekhet abwickelt.
Die Regierung ist grob unterteilt in den Senat, die Präfekten, die Thesmoteten und das niedere Beamtentum, natürlich gibt es in den einzelnen Gruppen noch feinere Abstufungen oder Sonderposten. Die Senatoren haben dabei die höchsten Ämter inne, sie erlassen neue Gesetze und Beschlüsse, wobei sie aber jederzeit vom Kaiser außer Kraft gesetzt werden können. Obwohl die meisten im Senat Männer sind, ist es auch Frauen möglich Senatorinnen zu werden, vorausgesetzt sie haben das nötige Geld. Es ist üblich, dass man sich die Ämter für einen gewissen Zeitraum erkauft.
Präfekten sind etwas unter den Senatoren angesiedelt, sie sind Statthalter in verschiedenen Provinzen und Gebieten der Verwüsteten Landen, wo sie vor allem dafür sorgen, dass genug Tribut nach Mekhet fließt. Die Thesmoteten sind Gerichtsbeamte, die über Streifälle und Verbrechen urteilen und ein Strafmaß vergeben. Dies tun sie aber nur bei Gerichtsverhandlungen über Personen, die Bürgerrechte besitzen. Über alle anderen können die Templer in Mekhet selber richten, denn nur ein Mensch mit Bürgerrecht steht eine ordentliche Gerichtsverhandlung zu. Außerhalb von Mekhet erledigt die Rechtssprechung meist ein vom zuständigen Präfekten eingesetzter Beamter oder Dorfvorsteher, der dazu die Berechtigung hat.

Die Nekropole ist der einzige Ort in den Verwüsteten Landen, der nicht in den Zuständigkeitsbereich des Gott-Kaisers fällt. Dort herrschen die drei Todesfürsten Gilgamesh, Typhus und Ereschkigal. Alle anderen erwachsenen Necratim sind gleichberechtigt, Vertreter der Fürsten gibt es nicht, sie entscheiden meist persönlich über jeden einzelnen Fall, wobei sie natürlich auch Helfer haben, die gewisse Entscheidungen dann ausführen. Diese Helfer werden von den Todesfürsten selbst ausgewählt und können je nach Aufgabe wechseln.
Auch die Nomadenstämme sind weitgehend unabhängig, zwar leben sie auf dem Land, was dem Gott-Kaiser gehört, doch solange sie nichts für sich beanspruchen und keine Schwierigkeiten machen, lässt man sie in Frieden und sie können ihren Stamm selbst verwalten so wie es dem Anführer richtig erscheint.
In Idalon herrschen die Himmlischen, wobei sie sich selbst nie als Herrscher sehen würden, eher als Ratgeber und Weise, die einem in schwierigen Dingen weiterhelfen. Dennoch regeln sie, ähnlich wie die Todesfürsten, fast selbstständig das Leben in Idalon, wobei sie von den anderen Engeln unterstützt werden.
In Salonis regieren die sechs Gefallenen Engel mit harter Hand. Sie haben dort den Status von Göttern, entsprechend befinden sich Todesstrafen und schlimmeres auf den Vergehen ihnen zu widersprechen oder gar nur schlecht über sie zu reden. Keiner der Gefallenen würde es wagen die Sechs in Frage zu stellen. Oberste Diener der Gefallenen regeln all jene verwaltungstechnischen Dinge, die zu gering sind, als dass sich die Sechs persönlich damit beschäftigen würden, obwohl es durchaus vorkommen kann, dass sie willkürlich etwas daran ändern.

Gesetze

Tali

Richtige festgeschriebene Gesetze gibt es eigentlich nur in Mekhet. Überall anders wird es meist nach eigenem Ermessen der jeweiligen Herrscher bzw. Verantwortlichen gehandhabt. Verständlicherweise fallen die Strafen in Idalon milder aus, als anderswo, gerade dort geschehen aber so gut wie nie Verbrechen. Ähnlich ist es in der Nekropole, wo die Todesfürsten oftmals persönlich über die einzelnen Fälle entscheiden. Je nachdem wo man sich befindet, ob nun in einem Nomadenstamm, in Mekhet oder in Salonis, welches Verbrechen wo am schlimmsten verurteilt wird, hängt auch sehr von der Gesellschaft und der dortigen Regierungsform ab. In Salonis ist es beispielsweise schlimmer an den Gefallenen Sechs zu zweifeln und sie in Frage zu stellen, als jemanden umzubringen. Bei den Stämmen ist das Stehlen oder Töten von Tieren schwerwiegender, da die Nomaden noch mehr auf die Tiere angewiesen sind.
Auch die Bestrafungsarten sind unterschiedlich, bei den Auserkorenen gibt es keine Todesstrafe, dort ist das schlimmste Urteil, die Verbannung aus Idalon. Man mag sich wundern, aber selbst in Salonis ist die Todesstrafe nicht so gefürchtet wie diverse Foltermethoden. Da die Gefallenen Engel von vielen ihrer Diener die Wahren Namen und von allen die Seelen besitzen, gibt es dort auch Strafen, die weit über den Tod hinausgehen oder bis zur vollständigen Vernichtung der Seele reichen, so dass einem selbst das Totenreich verwehrt bleibt.
In Mekhet und den restlichen Verwüsteten Landen ist die Enthauptung und Hinrichtung eine übliche Strafe, die aber auch nur bei schweren Vergehen wie Mord oder Hochverrat angewendet wird. Diebstahl kostet einen in der Regel eine Hand oder auch nur einen Finger, je nach Höhe des Diebstahles. Man kann in Mekhet in einer Gerichtsverhandlung auch von der Schuld freigesprochen werden oder nur eine abgemilderte Strafe in Form eines Kerkeraufenthaltes bekommen.

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