Salonis
Auch wenn man sich gut vorstellen kann, dass Salonis die eigentlich Hölle für die Menschen bildet, so sind die meisten
freiwillig hier, sieht man einmal von den Sklaven ab. Diejenigen, die hier aus freien Stücken leben, haben Gefallen gefunden an den verschiedenen Ländern von Salonis deren
umfassende Verbindung der riesige Sündenpalast darstellt für den man allein schon mehrere Tage braucht, um ihn der Länge nach zu durchmessen. Er ist der Sitz der
Sechs Gefallenen Engel, die von hier aus ihr Reich des Chaos regieren. Salonis ist dabei, genau wie Idalon, in einer anderen Ebene der Wirklichkeit und man gelangt von den Verwüsteten
Landen nur dort hin indem man im Tal der Toten das im Grab des Schwarzen Lords versteckte Portal aufsucht, dessen Kenntnis allein den Gefallenen bekannt ist.
Obwohl es durchaus einige Ähnlichkeiten zur normalen Welt gibt, sind doch einige kleine Unterschiede anzutreffen, beginnend damit, dass man des öfteren auf Dämonen und andere bizarre
Kreaturen begegnen kann. Auch die Länder an sich sind ungewöhnlich, so wie die Felder des Reichtums, die nur aus Gold, Edelsteinen und anderen Schmuckstücken bestehen und Orobas, dem Herrn der
Gier, geweiht ist. Verständlicherweise sieht er es gar nicht gern, wenn man sich an seinem Reichtum vergreift. Weiter im Norden befindet sich die Wildnis des Krieges, wo zwei Dämonenarmeen auf ewig
gegeneinander kämpfen und der Boden ein einziges Leichenfeld darstellt.
Erwähnenswert ist sicher auch noch die Flammenwüste, einer der unwirtlichsten Orte, die überhaupt je existiert haben, denn dort brennen hundert Sonnen auf den Sand nieder und lassen kaum
Möglichkeiten zum Überleben zu. Nicht nur hier bietet der Himmel von Salonis ein tiefes Farbenspiel aus absonderlichem Rot und Schwarz und die Sterne können nur die wenigsten fähigen Gefallenen
sehen.
Chaos umhüllt die Grenzen des Reiches und umschließt somit Salonis. Wer immer sich auch dort in diese Finsternis vorgetraut hat, ist nie wieder zurückgekehrt. Vieles in diesen Ländern ist vom Chaos geprägt, selbst
die Zeit scheint hier andere Bahnen fließen zu können und einmal benötigt man Tage für eine Reise und dann wieder nur wenige Stunden. So chaotisch wie Salonis, so sind auch ihre Bewohner. Einige Emotionen existieren hier
einfach nicht, Freundschaft, Selbstaufopferung, Ehre und Barmherzigkeit sucht man vergebens. Schwäche wird verachtet und der einzige Grund, warum man sich nicht gegenseitig zerfleischt, ist das strenge Ordensgefüge und der gemeinsame
Gehorsam vor den Sechs. Trotzdem kann es immer mal wieder vorkommen, dass Rivalitäten schnell und blutig gelöst werden ebenso wie sich Liebschaften finden und genauso rasch wieder zerwerfen sobald man das vom anderen gehabt hat, was man
haben wollte.