Mekhet
Die größte und prachtvollste Stadt in den Verwüsteten Landen, östlich vom Fluß Nuralon gelegen. Hier pulsiert das Leben, hier führen alle Wege zusammen und auf kleinstem Raum kann man hier alle Schichten der
Gesellschaft antreffen. Auf der untersten Stufe stehen die Sklaven und dann folgen all diejenigen, die keine Bürgerschaft in der Stadt besitzen, sei es weil sie Fremde und Zugereiste sind oder weil sie sich das Geld und den Einfluß für eine Bürgerschaft nicht leisten können. Die Bürger Mekhets sind natürlich
auch noch einmal in verschiedene Schichten unterteilt, es gibt Handwerker, Händler, Priester, den niederen und höheren Adel etc.
Je nachdem wieviel man sich leisten kann, so wohnt man auch in unterschiedlichen Vierteln. Die großen Villen und Häuser sind im Palastviertel anzutreffen und hier befindet sich auch der Templerorden, womit gewährleistet ist, dass dies das best bewachte Viertel Mekhets bleibt. Vom Palastviertel führt dann ein breiter Triumphweg zum Ewigen Palast, dem
höchsten Gebäude in Mekhet, wo der Gott-Kaiser und sein Gefolge residiert. Nur wenige Auserwählte dürfen bis in die Oberen Stockwerke, die nur dem Gott-Kaiser vorbehalten sind. In der Nähe erhebt sich eine große Stufenpyramide, die auf jeder Stufe einen eigenen prachtvollen Garten mit den exotischsten Pflanzen beherbergt, auch bekannt als die Hängenden Gärten.
Im Schatten der Adeligen und Reichen schließen sich die vielen Gebäude der einfachen Bewohner an, darunter kleine Häuser mit Atrium oder Mietskasernen, die in Häuserblöcken unterteilt sind. Hier gibt es, anders als bei den Villen, kein fließendes Wasser und die Menschen müssen sich ihr Wasser aus den umliegenden Brunnen holen. Die Mietswohnungen sind klein und bieten auf meist nur zwei
Räumen wenig Platz für eine Familie. Das Handelsviertel nimmt dabei einen Großteil der Stadt ein, hier gehen die Menschen ihrem Handwerk nach, besuchen den Marktplatz, das Badehaus oder eine der vielen Tavernen und Kneipen. Im gleichen Viertel ist auch die Arena untergebracht, wo zu besonderen Anlässen Gladiatoren- und Tierkämpfe sowie Wagenrennen veranstaltet werden.
So viel Betrieb und Handel zieht natürlich auch Gesindel an, die hoffen davon ebenfalls profitieren zu können. Scharlatane, Bettler, Betrüger und selbstverständlich auch Diebe. Im Untergrund in versteckten Katakomben haben sich die Diebe unter Führung des Meisterdiebes Linus zu einer geheimen Gilde zusammengeschlossen. An einigen besonderen Orten in der Stadt gibt es versteckte Zugänge zu jenen Katakomben. Allerdings sind die anderen Einwohner Mekhets ahnungslos über
das, was sich unter ihren Füßen so abspielt.
Als letztes großes Viertel gibt es noch das Tempelviertel, wo, wie der Name schon sagt, all die Tempelhäuser der verschiedenen Alten Götter stehen. Im Zentrum steht der weitläufige Tempelkomplex des Tempels der Jahreszeiten, wo die vier Göttinnen der Jahreszeiten verehrt werden. Hervorzuheben ist auch noch der Marduktempel,
wo der Zauberzirkel untergebracht ist.
Normalerweise wird das Tempelviertel nur von Priestern besucht, aber einige Gläubige finden immer ihren Weg hierher, um zu beten und Opfergaben zu hinterlassen. Nie abreißend ist der Strom der Ischtar-Gläubigen, der Göttin der Liebe, die das an den Tempel angeschlossene Bordell aufsuchen.
Zuletzt gibt es noch das Armenviertel, wo die Gebäude verkommen und teilweise sogar eingestürzt sind. Hier leben die ärmsten Familien und selten trauen sich Templer überhaupt hier hinein, da sie dann den Groll der Bewohner zu spüren bekämen, die meistens alle schon einmal unliebsame Bekanntschaft mit den
Templern gemacht haben, die das Armenviertel am liebsten geschleift und neu aufgebaut sähen.
Der Gott-Kaiser
Wenn man über Mekhet spricht, darf man natürlich auch nicht vergessen den Gott-Kaiser zu erwähnen. Solange die Stadt existiert, gab es immer schon einen Gott-Kaiser, der über Mekhet und den Rest der Verwüsteten Lande herrschte, wobei diese Würde von Sohn zu Sohn
weitergegeben wurde. Dabei zeugt ein Kaiser meist nur einen Thronerben, was auch daran liegen kann, dass in den Adern der Kaiser göttliches Blut fließt. Nicht ohne Grund wird der Kaiser auch als Gott verehrt und so benannt. Faktisch gesehen ist er zwar nur ein Halbgott, doch für seine treuen Untertanen ist er ein
wahrer Gott, der auch entsprechend verehrt und angebetet wird. Um sich nicht mit Nichtigkeiten abgeben zu müssen, hat einer der früheren Gott-Kaiser den Senat eingeführt, die all die staatlichen Angelegenheiten übernehmen, die für die Verwaltung eines so großen Landes
nun mal notwendig sind.
Momentaner seit 317 Jahren regierender Gott-Kaiser ist Amaymon, Sohn Ziminiars.