2467, Geister-Mond: 
Der Magierorden in Idalon hat aus noch unbekannten Gründen gebrannt, das Feuer konnte mittlerweile aber gelöscht werden.

Verwüstete Lande

Einbalsamierung

Der Glaube daran, was mit einem nach dem Tode passiert, ist sehr unterschiedlich, je nachdem ob man in den Verwüsteten Landen lebt oder in Salonis oder Idalon und dadurch deren Lehren angenommen hat. In den Landen, einschließlich der Nekropole, herrscht der allgemeine Glaube vor, dass man nach dem Tod ins Graue Reich kommt, wo dann bei der Waage entschieden wird, ob man es verdient hat ins Elysium zu gelangen oder doch für seine schlechten Taten nach Hel verdammt wird. Nach dem Ableben wird der Leichnam, sofern es eine adelige und reiche Person war, einbalsamiert und in einem Sakrophag nach Abu-Daran, dem Tal der Toten, gebracht. Voraussetzung ist, dass man dort zu Lebzeiten eine Grabkammer errichtet hat. Kostbare Schätze, Waffen und Rüstungen sind übliche Grabbeigaben, da man glaubt oder vielmehr hofft, dass einem diese Dinge auch im Grauen Reich zur Verfügung stehen. Zudem ist es ein Zeichen dafür zu wieviel man es im Leben gebracht hat. Allen gemein sind jedoch die zwei Münzen, die auf die Augen gelegt werden, um Charon, den Fährmann, zu bezahlen, der einen ins Totenreich bringt.
War man arm und hatte keine Hinterbliebenen, wird der Körper danach verbrannt und die Asche verstreut, ebenso wird mit Verbrechern und Sklaven verfahren. In manchen Gegenden wird der Leichnam auch den Geiern überlassen.

Idalon

Elysium

In Idalon dagegen besitzt man einen anderen Totenkult. Die Engel glauben, dass man nach dem Tod wieder in das Licht eingeht aus dem man gekommen ist, und sie haben diese Ansicht an die Menschen weitervermittelt. Hier gibt es kein Totenreich, sondern nur ein großes Ganzes mit dem sich die nun vom Körper erlöste Seele wieder vereint. Man kehrt zurück zum Ursprung allen Lebens. Folglich existieren bei den Auserkorenen keine großen Monumente und es werden auch keine Grabbeigaben den Toten mitgegeben, da man ja alles Irdische abstreift. Die Körper werden einfach begraben, manche Gräber sind mit Steinen gekennzeichnet, damit die Angehörigen einen Ort haben, wo sie trauern können. Eine lange Trauerphase gibt es aber kaum, da man daran glaubt, dass der Tote nun an einem besseren Ort ist und dass man ihn irgendwann wiedersehen und spüren wird, wenn man selbst in das Licht eingeht. Und da das Licht überall und in allen Dingen ist, ist man nie weit von denen getrennt, die man verloren hat. Ja, allein diese Auffassung, erklärt die respektvolle Haltung und die Achtung, die die Auserkorenen und Engel vor ihrer Umwelt haben.

Salonis

Kannibalismus

Lebe das Leben, solange es geht. Das ist die generelle Einstellung der Gefallenen. Die meisten schert es nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt oder nicht. Für ihre Taten würde gewiss jeder einzelne von ihnen nach Hel kommen und es gibt durchaus einige, die aus den Verwüsteten Landen nach Salonis gelangt sind und immer noch daran glauben. Es hält jedoch keinen davon ab weiter so mit seinem Leben fortzufahren. Zudem haben alle ihre Seele den Gefallenen Engeln verpfändet im Austausch für die dämonischen Mächte und Kräfte, auch wenn es nicht jedem Gefallenen, gerade den Dämonenkämpfern nicht, bewusst ist. Nach dem Tod eines Gefallenen, bleibt die Seele im Besitz der Sechs und sie allein entscheiden, welche sie davon freigeben, damit sie ins Totenreich übergehen. Ohne diese Freilassung ist die Seele auf ewig dazu verdammt im Strudel des Chaos ihr Dasein zu fristen. Ein Grund mehr für die Gefallenen Diener ihren Herrschern gut zu dienen und sich nicht deren Zorn zuzuziehen. Wobei die meisten, wie schon erwähnt, das Leben nach dem Tod kaum interessiert, viele verdrängen es einfach. Es könnte vielleicht erklären, warum die meisten Gefallenen so leben als gäbe es kein Morgen mehr.
Da es weder Nächstenliebe gibt noch Familienbande existieren, ist es ihnen auch relativ egal, was mit dem Leichnam geschieht. Nur manche, gerade Invocatoren, lassen zu Lebzeiten schon dafür sorgen, dass ihre Leiche ein Grab oder gar Mausoleum auf dem Ewigen Friedhof in Salonis erhält. Die meisten Toten werden aber in den Kalten Sumpf geworfen oder, wie in der Wildnis des Krieges, einfach liegen gelassen bis sie verrotten.
Kannibalismus ist zwar nicht gang und gäbe, wird aber manches Mal praktiziert, besonders unter Dämonenkämpfern, wobei oft nur das Herz des Toten verspeist wird, um sich dessen Stärke einzuverleiben.